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Gemeinschaft von Anfang an

In der Wohnüberbauung Letzi haben die Bewohnenden rasch die Initiative ergriffen und einen Verein gegründet – mit professioneller Begleitung im Hintergrund.

Nora Furter, Fachperson von der ITOBA GmbH, verantwortet das Siedlungscoaching im Letzi. 

Die Siedlung Letzi übernimmt Verantwortung

Sechs Monate, eine Siedlung, eine Gemeinschaft: In der Wohnüberbauung LETZI haben Mietende bemerkenswert schnell die Initiative ergriffen – und das Zusammenleben aktiv mitgestaltet. Mit der Gründung des Siedlungsvereins LETZI und Vorstandsübergabe am 26. März 2026 übernehmen Mietende eine tragende Rolle im Gemeinschaftsleben.– begleitet von einer Siedlungscoachin, die den Verein beim Einfinden in seine Aufgabe begleitet. 

Der Verein organisiert künftig Veranstaltungen, koordiniert gemeinsame Projekte und verwaltet die Gemeinschaftsräume. Kurz: Er hält die Nachbarschaft am Leben – ganz im Sinne der Selbstermächtigung: Vom LETZI fürs LETZI. 

Womit überraschen Sie die neuen Mieter*innen am meisten?

Die grosse Lust, sich einzubringen, ist spürbar. Schon beim Einzug haben viele Mietende Ideen für Anlässe eingebracht und Interesse am Siedlungscoaching gezeigt. Das LETZI hat Glück: Die neuen Bewohnenden packen gern mit an.

Welche Situationen zeigen Ihnen besonders, wie eine neue Siedlung zusammenwächst?

Die Bewohnenden gehen offen aufeinander zu. In den Häusern entstehen rasch nachbarschaftliche Beziehungen. Auch die Siedlungs-App wird bereits rege genutzt. 
Schön, wie schnell der Gemeinschaftsraum lebte: Kinder bemalten die Fenster und spielten, während Erwachsene ins Gespräch kamen. Ein guter Start! Ich freue mich auf das, was folgt.

Was nehmen Sie aus den ersten Wochen als Siedlungscoachin mit – im Guten wie im Schwierigen? 

Von Anfang an präsent zu sein, ist zentral. Persönliche Einladungen wirken stärker als App oder Flyer. Sehr hilfreich war zudem, dass die Verwaltung bereits an den Infoanlässen gut auf das Siedlungscoaching vorbereitet hat.  

Schon beim Einzug schätzten viele ein kurzes Gespräch und ein offenes Ohr. Wo ich fachlich nicht weiterhelfen konnte, gelang dank der guten Zusammenarbeit mit Miteigentümerinnen, Verwaltung und Hauswartung rasche Weitervermittlung. 
Nun geht es darum, erste Kontakte zu stärken, damit ein Netzwerk entsteht, das das LETZI prägt. 

 

Das Interview geführt hat Jennifer Singer, diktum.ch.